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Kirche
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Die jetzige Pfarrkirche St. Petri
Bereits 1831 fanden Verhandlungen über den Neubau der Kirche statt. Die Vorverhandlungen führten jedoch nicht zum Ziel. Sollte die alte Kirche erweitert oder eine neue Kirche erbaut werden, zumal "der alte Turm überall gut erhalten ist und stehen bleiben kann"? Ein Baufonds war nicht vorhanden. Sollte die neue Kirche gotisch oder wie die alte romanisch gebaut werden? 1844 begannen neue Verhandlungen. Da keine Mittel für einen Neubau vorhanden waren, erhielt der Baumeister Lüke in Arnsberg den Auftrag, einen Plan für einen Erweiterungsbau der alten Kirche zu entwerfen. 9300 Thaler wurden veranschlagt. Der Plan wurde vom Kirchenvorstand angenommen, aber von der kirchlichen Behörde in Paderborn nicht genehmigt.
1857 wurde von dem Baurat Kronenberg ein neuer Plan für einen Erweiterungsbau ausgearbeitet, der 27.600 Thaler kosten sollte. Aber auch dieser Plan wurde von der kirchlichen Behörde nicht angenommen, "weil wir die kalten Formen der modernen Gotik für katholische Kirchen durchaus unangemessen erachten". Erst 1860 beschloss der Kirchenvorstand einhellig einen Neubau der Kirche. Mit der Anfertigung des Planes wurde der Diözesenarchitekt Güldenpfennig in Paderborn beauftragt: "Der alte Turm soll einstweilen beibehalten werden." Der Plan Güldenpfennigs wurde vom Kirchenvorstand nicht angenommen, da die veranschlagte Bausumme von 80.000 Thalern zu hoch war. Wiederum wurden neue Pläne eingeholt: diesmal von dem Architekten Statz in Köln. Am 28.12.1860 beschloss man, nach diesem Plan zu bauen. Am 8. 2. 1861 stimmte auch das Generalvikariat diesem Bau zu. Der Grundstein wurde dann am 29. 6. 1861 gelegt. Er befindet sich mit der beigefügten lateinischen Urkunde an der Außenseite des Chorabschlusses.
Die feierliche Weihe der Kirche erfolgte durch den Bischof Konrad Martin am 4. Mai 1866. Als Jahrestag der Einweihung (Kirchweihfest) wurde der erste Sonntag im Mai bestimmt. Die Gesamtkosten mit dem Inventar (Altäre, Beichtstühle, Kanzel, Chorstühle) beliefen sich auf 30.000 Thaler. Die zu dem Bau der Kirche verwandten Steine wurden in dem Steinbruch des Gastwirtes Schmidt in Herdringen in der Steinhelle bei Oelinghausen gebrochen. Von der alten Kirche blieb trotz des Widerspruches des Architekten Statz der Turm stehen.
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