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St. Petri-Friedhof - Ludgeri-Kapelle

Der St. Petri-Friedhof ist ruhig am Flammberg gelegen. Von hier aus hat man einen schönen Blick über Hüsten und auf die Petri-Kirche. Dennoch entsteht nicht den Eindruck, dass der Friedhof und die Erinnerung an den Tod an den Rand der Stadt und damit aus dem Blickfeld der Lebenden verbannt wurden. Der Friedhof wird vielmehr umgeben von Wohnhäusern und Feldern. Das Karolinen-Hospital und eine Kindertagesstätte liegen in unmittelbarer Nachbarschaft. So wird deutlich, dass Christen um die eigene Vergänglichkeit wissen, den Tod nicht verdrängen, das Gedenken an die Verstorbenen pflegen und an die Auferstehung glauben.

Die Ausschmückung der Friedhofskapelle, der Ludgeri-Kapelle, spricht von dieser Hoffnung der christlichen Botschaft: Im Mittelpunkt der Kapelle steht der Altar. Er weist hin auf Christus, der versprochen hat, dass wir, durch sein Fleisch und Blut gestärkt, zur Gemeinschaft mit ihm gelangen. Das wollen die drei Schnitzwerke am Altar sagen. Brot und Wein auf der linken Seite und die Traube an der rechten sind Zeichen für die Eucharistie. Diese verbindet uns mit Christus und mit den Verstorbenen. In der Mitte des Altares ist Jona und der Walfisch dargestellt; Zeichen für die Auferstehung, von der Jesus selber sagt: "Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Innern der Erde sein" (Mt 12,40)

Der Altar steht zwischen Kreuz und Osterkerze, zwischen Tod und Auferstehung. Das Kreuz stammt noch aus der alten romanischen Kirche in Hüsten, dem Vorläuferbau der jetzigen Petri-Kirche.

Die Osterkerze ist Sinnbild des neuen Lebens und des Sieges über die Macht der Dunkelheit und des Todes. Die Kerze steht auf einem Bronzeleuchter, der mit vier Emailleplatten verziert ist, die alle Symbole der Auferstehung zeigen.

Die Botschaft von all dem wird vom Ambo verkündet. An seiner Vorderseite ist der Patron der Kapelle, der Hl. Ludgerus, dargestellt. Menschen umgeben ihn, hören das Evangelium, lassen sich davon bewegen, ermutigen und trösten. Im Sockelbereich finden sich wieder zwei Gänse als Erkennungssymbol für Ludgerus in Erinnerung an eine Legende, nach der der Heilige das Land einmal von einer Wildgänseplage befreit haben soll.

Weitere Informationen zum Thema Ludgerus in Hüsten  finden sich auch hier.


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